Schülerzeitungsseminar der UNI Dresden

Der Schülerzeitungsredakteur Gerrit war für das Wendeblatt in Dresden bei einem Seminar für Schülerzeitungs-Mitglieder. Dort gab es viel Programm -

vom Erkunden der UNI über einen Einblick in die Schülerzeitung "Spiesser" bis hin zu einem Theaterbesuch. Auch einen Schreibworkshop gab es...

Das Thema war offen, es sollte nur mit der Woche in Verbindung stehen. Und die Zeit war begrenzt: "Damit auch ein richtiges Gefühl dafür entsteht, wie es in einer "richtigen" Zeitung kurz vor der Redaktionsschluss ist".

Wie finde ich mein Thema?

Impressionen eines Artikelschreibens unter Zeitdruck

Man  hört das Geräusch des Tippens vieler Finger auf Laptoptastaturen. Dezent im Hintergrund brummen die Lüftungen der Geräte. Vierzehn Jugendliche sitzen vor ihren Computern und schreiben Artikel.

 

Eine Wochenreflektion. Gedanken werden ausgetauscht, Ideen geboren und dann doch wieder verworfen. Wie war das noch, als vor ein oder zwei Stunden über Ideenfindung gesprochen wurde? An Ideen scheint es gar nicht zu mangeln. Geschichten über Geschichten gehen in den Gedanken durch die Köpfe. Ab und zu fliegt der Blick zur kleinen Uhr, schon fünfundzwanzig Minuten ohne eine konkrete Idee. Im Kopfe spielt sich die Woche noch einmal ab, Abschnitt für Abschnitt wie kleine Kurzfilme in einem alternativen Kino.

 

Wo fing die Woche eigentlich an? Eigentlich schon vor dem Montag, dem Ankunftstag. Am Wochenende wurde schon gepackt, schnell noch eine Email geschrieben – Entschuldigungen für die kurzfristige Rückmeldung über fehlende Materialien.  Die Zugfahrt verging trotz vieler Kilometer Schienen schnell und gegen Mittag klang schon ein „Willkommen in Dresden“ aus
dem Zuglautsprecher.  Das  Bahnfahren als Thema für einen Artikel… lieber nicht. Irgendwie scheint das dann doch zu abgegrast. Begrüßungen und Händeschütteln auf dem Bahngleis.  Bin ich hier richtig beim Seminar der TU Dresden für Schülerzeitungsredakteure aus Niedersachsen? Der Prozess des Kennenlernens begann beim Abendessen. Erst Planwirtschaft und dann Skyline beschreibt sowohl den Wandel der Stadt Dresden als auch den Verlauf des Abends. Ein Bier mit einem Dresdener Studenten beendet den Abend, doch dass sich auch der erste Tag aufgrund seiner Kürze nicht für einen (Schüler-) Zeitungsartikel eignet, versteht sich wohl von selbst. 

 

Am nächsten Tag gibt es endliche die ersten Einblicke ins Uni-Leben. Damit niemand verloren geht, gibt es eine Campustour, nebenbei noch eine kleine Beratung zu Studiengängen. Das Mensaessen erinnert an die Schulen zuhause, nur der Schwall von Studenten die von Seminar zu Seminar strömen, ist ungewohnt. Das Studentenleben ist eigentlich ein Thema, über das sich viel schreiben lässt,aber wirklich authentisch ist das Thema nur, wenn man schon selber an der UNI ist.

 

Der Kopf raucht, Gedanken verschwinden wie im Nebel und tauchen wieder auf. Ein weiterer Blick auf die Uhr zeigt an, dass ein Thema jetzt doch langsam aufgefunden werden sollte.

 

Der Besuch einer ehemaligen Schülerzeitung zeigt, dass der Traum eines jeden Schülerzeitungsredakteurs wahr werden kann: eine eigene Zeitschrift herausbringen. Zwischendurch werden noch die Schülerzeitungen ausgetauscht. Der Besuch eines Poetry-Slams am Abend war zumindest für alle Niedersachsen vom Land eine echte Neuigkeit. Die Auftritte führten zum ergriffenen Schweigen, ungewollten Lachkrämpfen und staunender Bewunderung.

 

Der nächste Tag startet gleich früh morgens mit dem Besuch von Vorlesungen und Seminaren. Im Vorlesungssaal fühlt man sich schon fast wie ein Student! Vorlesungen über Schleimpilze, die Umwandlung von ATP und Neorealismus. Was das ist?“ Ich bin Erstsemester“ kommt vom Sitznachbar als Antwort. Also wird es eine leichte Entscheidung, auch keine wissenschaftliche Ausführung zu schreiben. Ein Radioworkshop, eine Bibliothekstour und gemütliches Beisammensein bis spät in die Nacht führen zu einem guten Schlaf, der zum Verschlafen des festgelegten Termins am nächsten Morgen führt. Anderthalb Studen zu spät, trotzdem noch motiviert. Der Schreibwettbewerb zum Erstellen eines Beitrags zum Schülerzeitungsseminar. Bitte abgeben- Das wars dann wohl mit dem Thema!